*Kohlrabi*

Knackig. Ja, kanckig. Aber das ist ja kein Geschmack.
Knackig und frisch. Achja, herbe Süße.
Erfrischend und ein wenig scharf.
So roh. So gewaltig.

Da sitze ich, keine 8 Jahre alt.
Vor dem Teller.
Das Gericht vor mir verliert an Textur.
Verliert an Farbe.
An Wärme.
Ich stochere mit der Gabel .
Ich darf nicht aufstehen, bevor ich aufgegessen habe.

Ich stehe in der Küche. Schon einige Jahre später.
Feine Scheiben hoble ich.
Meersalz und frischen Pfeffer.
Mehr brauche ich nicht.
Butterbrot ! ruft meine Liebste.
Vergiß niemals das Butterbrot!
Du mußt ja nicht aufessen.
Aber, so in Rahm und  frischen Kräutern:
Ja Liebste. Bald. Ganz bald.
Aber jetzt mal gnz roh.
Und mit dieser zurückhaltenden Schärfe,
der Frische und der Knackigheit.

So wie Du, Liebste.

(Schreibnacht im writer´s studio, 2.10.2015: Erkennen eines blind gekosteten Gemüses, Beschreibung der Emotionen und Gefühle, Erinnerungen dazu)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s