Mein Garten

Ja ich habe einen Garten…nicht ganz so, wie der/die geneigte Leser(in) sich das vorstellen möchte. Ja auch schon vielleicht. MMh. Nagut. Also der Garten muß immer schon bestanden haben. Und ich war sicher auch früher dort….

(Wieder)entdeckt habe ich ihn durch N. N. war meine  ERSTE Freundin, die erste Frau in meinem Leben. Und ein sehr zentraler Mensch. Also es muß so 2001 gewesen sein. Wo ich gemerkt habe, daß mein Garten da ist. Mit all seiner Schönheit.Da gibts in einer Ecke 2 Meter hohe Rosenbüsche…..aber mit großblütigen, großblättrigen Rosen, etwas wildwachsend – aber nahezu ohne Dornen…der Geruch: betörend.

Und es gibt auch Winkel und schattige Lauben, aus Sträuchern und Hecken…und es ist absolut ruhig und entspannend. Es gibt schattige Plätze, wo die Sonne durch die Sträucher scheinend ganz irrwitzige Muster zeichnet. Die Farben sind kräftig, der Geruch intensiv aber nicht zu sehr. Manchmal kam N. im Garten um die Ecke und war einfach da….sie konnte einen so plötzlich überraschen…aber selten war ich alleine im Garten. Meist waren wir zu zweit da, auch wenn jeder von uns in einer anderen Ecke sich befand… sogar am Telefon wußten wir , ja , wir sind beide im Garten.

Es war etwas ganz besonderes, der Abend , an dem ich plötzlich dasaß, vor mich hin sinnierte und plötzlich ….ich stellte fest, daß ich MEINEN Garten gefunden hatte….und N. war auch da… die geneigte Leserschaft kann sich möglicherweise vorstellen , daß ich völig aus dem Häuschen war.

Und alles war vertraut . Und ich wußte in diesem Moment niemand anderer kann diese Idylle stören außer wir selber.

Ich habe eingangs berichtet , durch N. habe ich ihn (wieder)entdeckt: Ich sage mal so: Mit N. habe ich daraus eine hideaway erster Güte gemacht. Sie durfte jederzeit in den Garten. Unangemeldet. Unvorbereitet. Rund um die Uhr. Ich glaube niemand anderer hat das bisher dürfen…vorher nicht und nachher nicht .

Nachher habe ich ihn für einige Zeit verschlossen. Manchmal ist es besser, Örtlichkeiten zu meiden. Das sehr seltene Ein- und andere Mal nahmen wir uns bei der Hand und schauten gemeinsam durch eine Luke in der Hecke in den Garten … und ganz selten machten wir ein paar Schritte hinein. Einfach nur um sich zu erinnern.

Der Garten war immer da, ist immer da und wird immer da sein.

Nach vielen  Jahren habe ich wieder einmal ein paar Hecken geschnitten, habe aus alter Gewohnheit hinter ein paar Büsche geschaut, zum Bankerl mit dem besten Ausblick und über meine kindische Hoffnung ein wenig gelacht. Natürlich bin ich inzwischen immer alleine. Aber „for the good old times“..

Ich habe mich aufs Bankerl gsetzt, ein paar sentimentale Tränen vergossen (ok, ok ein paar) mehr, und mich gefreut, daß ich ihn wieder gefunden habe. Jetzt im Moment nur für mich. Manche Gerüche holen ganz ferne Erinnerungen herauf….und diese gilt es zu ordnen. Erinnerungen , die weit zurück gehen.

N. war , aber sie ist und wird immer sein. Ich habe ihr einen Baum gepflanzt in meinem Garten.

Mein Garten. Ich werde ihn hegen und pflegen. Und eines Tages werde ich wieder jemandem das Gartentor offenlassen.

 

 

 

 

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