Towandaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!


Den Muttertag, aber auch den Vatertag, brauche ich wie einen Kropf.
Jaja, Frau Pipa, wird die geneigte Leserschaft sich jetzt beeilen, mir mitzuteilen, Du bist ja auch nicht Mami, daher
kannst Du Dir gar nicht vorstellen, wie suprigst das doch ist, wenn kleine, verklebte Marmeladenkindermünder am Muttertag Dir die Bettwäsche verkleben.Nein das weiss ich allerdings nicht.
Aber warme, weiche Kinderhände, die sich in meine Erwachsenenhand schieben,
Kindermünder, die mir aufgeregt ihre Abenteuer erzählen, während ich kleine Portiönchen von einem weichen Ei in den Mund löffel, KInderohren (rotglühend), die mir zuhören, wenn ich Geschichten erzähle:
Das hab ich auch erlebt – auch ohne hochgelobte Mutterschaft.

Also, wie gesagt: Muttertag ist per forellis (fia die Fisch), wenn man sonst eh nix für la famiglia übrig hat.
Aber gehts der Wirtschaft gut, erstickt die Omama am Schnitzel….oder so.

Aber da ja heute der 8.März ist, begehen wir den alljährlichen Frauentag. International.
Wenn mir jemand Happy Women´s Day wünscht, der sich  ansonsten  nicht frauenfreundlich verhält, soll bitte seine Wünsche in a Sackerl sprechen. Da bin ich jetzt a bisserl polemisch.

Dass wir noch immer einen Frauentag brauchen, liegt nicht nur an den beratungsresistenten Männern, Politikern, Sytemen, sondern auch an Frauen selber,  die vor obiger Resistenz einen Kniefall machen und sich wie in einem Stockholmsydrom assimilieren.
Für manche eine Überlebensfrage -im wahrsten Sinne des Wortes!
Brauchen wir aber den Frauentag als FrauenKAMPFtag?
Ich bin all jenen Frauen dankbar, die wirklich mit kämpferischen Mut die Rechte für die Frauen durchgesetzt haben – und auch jenen Männern, die das aus Solidarität und Überzeugung mitgetragen haben.
In Österreich wird 2018 100 Jahre Frauenwahlrecht begangen – aber erst seit 1970 dürfen wir darüber entscheiden, ob wir ein eigenes Konto haben, einen Beruf haben, respektive arbeiten gehen und nicht mehr der Vater ist trotz mütterliches Sorgerecht der Haushaltsvorstand, das Modell des Herrn im Hause hat sich überlebt. (Wobei….naja..)
In der Schweiz gibt es das Frauenstimmrecht erst seit 1971, bis es von allen Kantonen umgesetzt wurde , hat es 20 Jahre gedauert. Seit 1990  ist auch in Appenzell Innerrhoden Frauen das Stimmrecht zuerkannt.

Ich wünsche mir mehr Solidarität unter den Frauen, da können wir von Männern noch sehr viel lernen.
Ich wünsche mir mehr Frauen, die Cojones haben, ihre Meinung zusagen, und nicht meinen,  deshalb männerfeindlich zu sein. Ich wünsche mir Frauen, die nicht glauben, die besseren Männer sein zu müssen. Ich wünsche  mir Frauen, die nicht, just to please the men, sich gegen ihre Geschlechtsgenossinen stellen. Ich wünsche mir Frauen, die nicht prinzipiell gegen Männer und prinzipiell  für Frauen sind. Ich wünsche mir ein geniales Miteinander. Mit allen Schattierungen. Und ja, ich bin für eine Frauenquote. Denn ohne gehts ja nicht. Aus welchen Gründen auch immer.
Es gibt im Übrigen auch eine Männerquote in manchen Berufen.
Und das ist gut so.

Ich wünsche mir weniger Täter/Innen bei Gewalt, Sexismus, Diskriminierung,Übergriffen, weniger Wegschauen.
Da bin ich für Kampf. Da ber dann bedingungslos.
Ansonsten bin ich für Aufzeigen, Präsenz, Aufklären, Ausbilden, Solidarisieren.
Weil ich frauen liebend bin, heißt das nicht, daß ich einen blinden Fleck habe.
Ich wünsche mir Geschlechtergerechtigkeit, Geschlechtergleichheit, Augenhöhe, Wertschätzung und Respekt.
Ich wünsche mir Weiblichkeit, Sanftheit, Klarheit , Kommunikation  und das Leben der genialen Verschiedenartigkeit von Frauen und Männern.
Allerdings dranbleiben und manchmal kämpfen.
Das ist notwendig.
In aller Deutlich- und Weiblichkeit!

In diesem Sinne, Schwestern!
Towandaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!

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2 Gedanken zu „Towandaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!

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