Elvis lebt


Am Montag startet mein  neuer Job.
Neue Jobs schauen so aus:
Neues Team, neuer Arbeitsbereich und neue Umgebung.
Da kann es passieren, daß ich dreimal im Kreis renne, bis ich das Häusl, den TrainerInnen Aufenthaltsraum, die Spinde und den Kopierer finde.
Göttin, habe ich das gehasst als Kind: Während der Volksschulzeit habe ich 3 (DREI!!!) mal die Schule gewechselt. Wien, Bern und wieder Wien. Zwischen 11 und 18 zwar nur 2x , aber dafür 5x die Klasse.

Während meiner anfänglichen Gastronomiezeit war ich – weil „auf Saison – alle 6 Monate in einem anderen Betrieb.
Kaum gewöhnt an eine Umgebung, an Menschen, an meine Struktur: Schwupps. Und wieder woanders.

Mit 13 war ich in England für ein paar Monate, und dort an einer katholischen Schule Gastschülerin.
Wie üblich hat man mir einmal gezeigt, wie ich mit dem Bus quer durch Manchester gondeln muss, um die Schule zu erreichen, ab dann bin ich alleine gefallen.
Leider habe ich erst überrissen, daß man durch Hand heben an der Bushaltestelle den Bus aufhalten muss, damit man zusteigen kann, als der selbige an mit vorbeigefahren ist.
Dann bin ich bissi in den falschen Bus gestiegen
Gottseidank wußte ich, daß es in Manchester eine zentrale Busstation gibt, dort ist dieser Bus auch hingefahren, und irgendwann erreichte ich auch wieder die Schule.

Das klitzekleine Problem war, daß wir nicht in unserer Stammklasse waren, sondern gerade Chemie oder Physik hatten. Ich fand schlicht und einfach nicht in den Saal. Als ich offenbar das dritte Mal hektisch am gleichen Lehrer vorbeigelaufen bin, hat der mich geschnappt, und mir gezeigt wo ich hin muss. Wie soll ich auch wissen, daß ich zu diesem Behufe durch 3 andere Physik/Chemiesäle hätte gehen müssen.
Aber ich habe ja auch eine Orientierung wie ein Gummistiefel.
Hauptsache ich bin Pfadfinderin(gewesen)

Wie gesagt: Als Kind habe ich das abgrundtief gehasst: 30 Augenpaare (damals waren wir tatsächlich bis zu 32 Kinder in der Klasse). die mich angestarrt haben.
Geil. 30 Kinder die sich kennen, und ich  bin die „Neue“
In der Schweiz habe ich die erste Zeit nix verstanden.
In Manchester auch nicht alles.
Und wie ich die erste Zeit in Vorarlberg war, auch nicht.
Ich und Fremdsprachen.
Aber irgendwie habe ich mich dann  immer irgendwie verständlich machen können.
Ausser wenn mich wer von meinen englischen Klassenkolleginnen angerufen hat.
Da hab ich  nie kapiert was die wollen.

Wie ich meinen jetzigen  Noch-Job angetreten habe, habe ich  nach 3 oder 4 Tagen angefangen verzweifelt die TrainerInnen-Küche zu suchen. Irgendwann hast dann mal alle Türen aufgerissen. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

So wird immer für Puls meinerseits gesorgt.
Das Leben ist so nett zu mir:
Einatmen ! Ausatmen!
Ob Elvis lebt, weiß ich nicht, aber ich.
Noch!
Bis Montag auf jeden Fall.
Und dann steigt mein Puls.

Wiedereinmal.

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