Rock´n Roll


Wenn ich etwas inzwischen gut kann, ist das Jobcoaching – ist ja Teil meiner Arbeit, die ich bald nicht mehr habe. Also ist es opportun, diese Fähigkeiten für sich selber zu nützen. Na dann – Lebenslauf adaptiert, Anschreiben entworfen und ab la posta.  Verehrte Leserschaft, es ist fürwahr ein Unterschied, wenn man das wieder für sich selber macht. Aber Arschbacken zusammen gezwickt und durch… Und es erwacht das Stehaufmanderl in der Frau Pipa und binnen 10  Tagen sind 6 Bewerbungen draussen .

Weil Jobverlust und die damit vebundene Dramaqueenepisode noch  nicht genug ist, übersiedeln wir auch noch ein bisserl und leben nun mit  3 Katzen, 1 Hund und 40 Kisten in der Neuen Heimat.

Die Tiere dürfen bleiben, die Kisten nicht. Wenn ich Glück habe sind Weihnachten alle Kisten ausgepackt.
Aber das CatPack hat was zum Spielen. Rauf und Runter gefetzt. Welch Glückseligkeit.
Wegen dem vielen Umzugsgedönse (I know, the Dativ ist the Genetiv sein Tod) habe ich Rücken , Fussweh und bin völlich fäddich. Ich hatsche ein bissi. Wobei mein Gang eh  net wirklich damenhaft ist.

In meiner Schulzeit meinte einmal eine liebreizende Kollegin zu mir: Pipa, geh net so wie a Bauer:
(Heut gangert des nimma, eh schon wissen, political correctness)

Meine werte Elternschaft hat sich redlich bemüht, aus mir was in Richtung „Mädchen“ zu machen: Ich wurde mit 9 Jahren 1 Jahr in Ballet geschickt. Blood, Sweat and Tears. Für die Ballettmeisterin, die glaube ich, meinen Eltern noch was gezahlt hat, damit sie mich wieder rausnehmen…
Dabei war ich nicht ungern dort. Ein paar von den Fußpositionen kann ich noch heute.
Wesentliche Dinge vergißt man ja bekanntlich nicht.
Der nächste erfolgreiche Versuch „Mach aus einen biologischen jungen Mädl eine junge Dame, damit sie bald einen Mann zum Heiraten abgreift“ war die Tanzschule, ganz traditionell zum Elmayer. Am „guten“ Tag. Also Donnerstag um 18 Uhr. Wo die ganze verdammte Jeunesse Doree von Wien hingeht, um sich dann zu vermischen. Oh welch Glück, daß ich da immer lange Schule hatte. Sehr zum Leidwesen meiner Mutter konnte ich mich dann am Dienstag Abend mit Polizeikadetten erfreuen tanzen. Und ich habe gerne getanzt. Net mal so schlecht. Sach ich jetz amal.
A bissel damenhafter bin ich kurzfristig geworden. So richtig tussig aber nie.
Mein Gang hat sich allerdings nur marginal verbessert.
Naja.

Meine Antipathie gegen Mädchengedönse hat sich daran gezeigt, daß ich folgende Dinge gehasst abgelehnt habe:
Handarbeiten, Puppen, Gespräche über Fetzen.
Dafür habe ich geliebt: Fussballspielen, meine Carerra Rennbahn, Reiten, mit dem Rad rumfetzen.
Als Kind war ich zutiefst überzeugt, daß Buben es viel besser haben. Schon allein beim Pinkeln im Wald.

Im Übrigen habe ich heute die Zusage für einen Job bekommen.
Meine ond-and-only Leib- und Magen Th. sagte heute zu mir: „Sieh das so, Du bist für deinen neuen Arbeitgeber die Glückseligkeit“
Schön so was. Das berührt.
Und das mag ich eh so, berührt zu werden. Wenn Worte meine Seele erreichen.
Die Seele, dieses zarte Ding. So viel Wärme bekommt sie derzeit.
Mein Vorhaben für die 40 Tage Fastenzeit: Kein Drama.

Rock´n Roll!

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